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                                    34 I Coverstorylerweise einen weiten Bogen machen %u2013 die Protagonisten von ATEA offensichtlich nicht. Nachgefragt: Lass uns beim %u00f6ffentlich gef%u00f6rderten Wohnraum konkret werden. Wie hoch ist der Anteil und %u00fcber welche Mietpreise sprechen wir hier?Florian Schillings: Wir planen mit etwa 20 Prozent gef%u00f6rdertem Wohnraum, was ungef%u00e4hr 20 Einheiten entspricht. Dieser Wohnungsmix macht das Geb%u00e4ude erst wirklich nachhaltig. Uns bringt es doch nichts, wenn da oben nur 15 verm%u00f6gende Leute wohnen und der Rest leersteht. Erst durch diese soziale Durchmischung bekommt das gesamte Geb%u00e4ude seine wahre Qualit%u00e4t. Um euch eine konkrete Zahl zu nennen: Wir reden hier beim gef%u00f6rderten Wohnraum %u00fcber Mieten, beginnend ab 6,70 Euro pro Quadratmeter nach momentanem Stand. Das ist genau der Preis, der in unsere Welt passt und den die Regierung f%u00fcr solche Projekte veranschlagt.6,70 Euro pro Quadratmeter in einem nagelneuen, hochmodernen Leuchtturmprojekt. Das ist eine harte Ansage, die vielen Kritikern endg%u00fcltig den Wind aus den Segeln nehmen d%u00fcrfte. Geschickt gel%u00f6st ist dabei auch die Verteilung: Ein gro%u00dfer Teil des gesamten Wohnungsmixes %u2013 exakt 46 Wohnungen %u2013 findet organisch im integrierten Altbestand Platz. Doch die soziale Mischung ist nur die eine Seite der Medaille. Wer einen solchen Giganten baut, muss in Jahrzehnten denken.Wie sieht es mit dem Verkauf aus? Werden am Ende das Gros der Wohnungen an unterschiedliche K%u00e4ufer ver%u00e4u%u00dfert, und seid ihr als Projektentwickler nach der Schl%u00fcssel%u00fcbergabe fein raus?Florian Schillings: Auf gar keinen Fall. Ein solches Geb%u00e4ude darf niemals in 100 verschiedene H%u00e4nde kommen. Stell dir vor, wir m%u00fcssen in 40 oder 50 Jahren eine energetische Sanierung an der Fassade durchf%u00fchren oder die Haustechnik erneuern. Dann stehst du auf einer Eigent%u00fcmerversammlung und die Leute winken ab: %u201aKeine R%u00fccklagen, da machen wir nicht mit.%u2018 Dann hast du ein handfestes Problem und der Turm kommt in eine Schieflage hinsichtlich seiner Qualit%u00e4t. Und ganz ehrlich: Anders als beim Turm von Pisa lockt das in Bocholt dann keine Touristen an, sondern das Geb%u00e4ude verrottet einfach. Das w%u00e4re das absolute Gegenteil von Nachhaltigkeit.Die obersten Etagen werden wir voraussichtlich frei ver%u00e4u%u00dfern %u2013 da gibt es sogar jetzt schon erste Anfragen, etwa von jemandem, der aus Berlin nach Bocholt zur%u00fcckkehren m%u00f6chte. Aber der gro%u00dfe Kern des Geb%u00e4udes wird f%u00fcr Bestandshalter sein. Nur so k%u00f6nnen wir langfristig die Qualit%u00e4t sichern.Ein starkes Bekenntnis. Hier spricht ein Unternehmer, der nicht auf den schnellen Exit schielt, sondern echte Verantwortung f%u00fcr seinen st%u00e4dtebaulichen Fu%u00dfabdruck %u00fcbernimmt. ATEA 2.0 wird keine Spekulationsmasse, sondern ein funktionierendes Zuhause f%u00fcr Generationen.Apropos Zuhause: Die Zahl von ca. 96 Wohnungen schwirrt durch den Raum %u2013 ist die schon in Stein gemei%u00dfelt?Florian Schillings: Nein, %u00fcberhaupt nicht. Das sind aktuell 96 Platzhalter. Die genauen Grundrisse m%u00fcssen wir jetzt erst im Detail modellieren. Ob wir am Ende des Tages bei 94, 99, oder 102 Wohnungen landen, wird sich im weiteren Verfahren ganz organisch ergeben. Aktuell gehen wir von 96 Wohnungen aus. Entscheidend ist f%u00fcr uns das Gesamtvolumen von rund 8.200 Quadratmetern Wohnfl%u00e4che %u2013 und vor allem die Frage, wie wir diese Fl%u00e4che intelligent und sozialvertr%u00e4glich aufteilen.Gegenwind im Schatten des Turms: Warum ATEA 2.0die Nachbarschaft nichtverdunkelt %u2026 und sich dieMeckerm%u00e4nner bisweilenzur%u00fccknehmen sollten 
                                
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