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Coverstory I 37Allein dort ballt sich die Wirtschaftskraft von 380 Unternehmen, die rund 7.000 Menschen Besch%u00e4ftigung garantieren.Wir sind %u00fcberzeugt: Die Nation darf das wissen. Diese Erfolge auszusprechen und niederzuschreiben, ist das eine. Aber wie w%u00e4re es, wenn es ein sichtbares Beweisst%u00fcck f%u00fcr die wirtschaftliche Bedeutung Bocholts g%u00e4be? %u2013 jenseits von Luftaufnahmen unserer Industrielandschaft? Ein bauliches Monument, das genau diese Wirtschaftskraft und Kompetenz %u2013 das perfekte Zusammenspiel der Unternehmen aus unserer Region %u2013 weithin sichtbar symbolisiert? Wir finden, dass dieser starke Wirtschaftsstandort ein solches mutiges Leuchtturmprojekt absolut verdient hat. %u00dcbrigens: Man m%u00fcsste vermutlich bis nach D%u00fcsseldorf/K%u00f6ln fahren, um ein %u00e4hnlich imposantes und innovatives Bauwerk zu sehen, das ausschlie%u00dflich dem Wohnen von Menschen vorbehalten ist.Flo, den Namen ATEA hast du dem Baskischen entnommen %u2026 er bedeutet %u201eToreinfahrt%u201c. Ist dieses Projekt genau der bauliche Weckruf, den diese Stadt jetzt braucht, um aus ihrer gedanklichen Mittelstadt-Deckung zu kommen?Florian Schillings: Der Name ist da absolutes Programm. ATEA %u2026 ein kurzes, pr%u00e4gnantes Wort, das man nicht mehr abk%u00fcrzen oder mit irgendwelchen Kosenamen verheizen kann. Wir wollten mit diesem Projekt eigentlich genau das zeigen: Jetzt zeig doch mal ein bisschen Kante, Bocholt! Wenn jemand von der B67 aus Richtung Rhede kommt, muss er sofort sehen, dass hier eine moderne, mutige Stadt beginnt. Das Geb%u00e4ude ist unser Einfallstor, und das muss einfach etwas Spannendes, etwas Ikonisches sein. Bocholt verdient dieses Statement f%u00fcr Mut und Wandel.Isil, was w%u00fcnschst du dir, wenn die Bocholter k%u00fcnftig auf euer Meisterst%u00fcck schauen?Isil Scheffler: Ich w%u00fcnsche mir, dass sie sp%u00fcren, wie viel Herzblut und Leidenschaft in diesem Entwurf stecken. Es ist so viel mehr als nur eine spektakul%u00e4re Fassade. Wir geben hier Antworten auf die dr%u00e4ngendsten Fragen der modernen Bauwelt %u2013 mit intelligentem Upcycling, dem Erhalt von Ressourcen und einer lebendigen, begr%u00fcnten Architektur. Ich freue mich einfach unb%u00e4ndig dar%u00fcber, dass wir beweisen k%u00f6nnen, dass herausragende Architektur und zukunftsweisende st%u00e4dtebauliche L%u00f6sungen direkt hier bei uns in der Region entstehen k%u00f6nnen. Wir brennen f%u00fcr dieses Projekt, und ich hoffe von ganzem Herzen, dass dieser Funke %u00fcberspringt.Stolz. Mut. Leidenschaft. Kante zeigen. Daf%u00fcr %u2026 statt dagegen zu sein. Es sind Worte, die dem Bocholter Stadtgespr%u00e4ch unheimlich guttun. Wer nach all dieser Euphorie glaubt, er k%u00f6nne morgen fr%u00fch an der Wagenfeldstra%u00dfe den Baggern bei der Arbeit zusehen, dem sei gesagt: Echte Leuchtt%u00fcrme wachsen nicht %u00fcber Nacht ;-)Flo, wie sieht eine realistische Timeline aus? Wann setzt ihr die ersten Bagger in Bewegung %u2026 wann k%u00f6nnten die ersten Menschen in der neuen Toreinfahrt wohnen?Florian Schillings: Eine wichtige H%u00fcrde haben wir am 18. M%u00e4rz erfolgreich genommen, als der Bauausschuss den Beschluss f%u00fcr unser Vorhaben gefasst hat. Der n%u00e4chste gro%u00dfe Schritt ist jetzt die eigentliche Baugenehmigung. Daf%u00fcr m%u00fcssen wir jetzt erst einmal ganz saubere Hausaufgaben machen. S%u00e4mtliche Gutachten %u2013 vom Verkehr bis zum Naturschutz %u2013 m%u00fcssen nun im beschleunigten Verfahren an den neuen Entwurf angepasst werden. Das ist die Phase, in der man drau%u00dfen auf der Baustelle erst einmal gar nichts sieht, die aber extrem viel Arbeit bedeutet%u2026%u201cQuelle: https://ratsinfo.bocholt.de/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZVgz04ujvS4AN0Cou9MXPsCr6g60E7V_ry94x_V7MDuj/Beschlussvorlage_51-2026.pdfUnser klares Ziel ist es, im letzten Quartal 2027 die Baugenehmigung in den H%u00e4nden zu halten und mit dem Bau zu starten. Wir rechnen dann mit einer Bauzeit von etwa drei Jahren. Aber unser eigenen Anspruch ist, die Fertigstellung f%u00fcr das Jahr 2030 anzupeilen. 2030 %u2013 gar nicht mehr so weit weg. F%u00fcr ein Bauwerk, das uns f%u00fcr Jahrzehnte pr%u00e4gen wird, ist das nur ein Wimpernschlag. Als Flo am Ende unseres Gespr%u00e4chs die Projektmappe mit den Pl%u00e4nen von ATEA 2.0 schlie%u00dft, bleibt mehr im Raum zur%u00fcck als nur die bunten Bilder eines 15-st%u00f6ckigen Hochhauses. Es bleibt die absolut beruhigende Erkenntnis, dass die gr%u00f6%u00dften Propheten manchmal gar nicht aus der Ferne eingeflogen werden m%u00fcssen.%u201eWer sich immer zu klein f%u00fchlt, bleibt klein. Bei dem BegriffMittelstadt wird mir immer leicht schummrig. Das mag theoretischund sachlich richtig sein, aber die Lebensrealit%u00e4t ist eine andere. Wir sind zwischen der Achse Arnheim und Oberhausen die gr%u00f6%u00dfte Stadt.%u201cChristian MangenB%u00fcrgermeister der Stadt Bocholt Seite 137

