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32 I CoverstoryEin autarkes %u00d6kosystem in der Vertikalen. Doch das gr%u00fcne Gewissen ist nur die eine Seite der Medaille. Das Gesicht des Geb%u00e4udes, seine %u00e4u%u00dfere Haut, birgt noch ein weiteres radikales Konzept %u2013 eines, das direkt aus einer sehr pers%u00f6nlichen Abneigung des Bauherrn entstanden ist:Lass uns %u00fcber das Gesicht von ATEA sprechen. Eine klassische Glas-Beton-Fassade wird es nicht. Ihr arbeitet mit einer sogenannten %u201eSecond Skin%u201c, einer zweiten Haut. Was hat es damit auf sich? Florian Schillings: Mir war von der allerersten Skizze an extrem wichtig: Dieses Geb%u00e4ude darf unter keinen Umst%u00e4nden klassische Au%u00dfenjalousien bekommen! Stell dir vor, du hast da ca. 100 Wohnungen, 30 Parteien sind im Sommerurlaub und haben die Rolll%u00e4den unten. Bei diesem enormen Glasanteil blickst du pl%u00f6tzlich auf eine einzige, traurige graue Wand. Das Geb%u00e4ude sieht von au%u00dfen v%u00f6llig leblos aus. Ich wollte dem Turm stattdessen einen echten Hotelcharakter verleihen. Gro%u00dfe Premium-Hotels haben aus gutem Grund niemals au%u00dfen liegende Jalousien. Zum anderen muss die Fassade eine homogene, lebendige Visitenkarte bleiben und darf nicht wie ein unaufger%u00e4umtes Schachbrett wirken. Die Verdunkelung funktioniert dort deshalb immer extrem elegant von innen, %u00fcber schwere, lichtdichte Vorh%u00e4nge. Genau diesen hochwertigen Vibe, dieses aufger%u00e4umte Gesicht, wollte ich zwingend auch f%u00fcr ATEA 2.0.Keine Jalousien in einem 50 Meter hohen Turm? Wie regelt ihr dann Sonnenschutz und Privatsph%u00e4re, ohne dass die Bewohner im Sommer gegrillt werden oder abends auf dem Pr%u00e4sentierteller sitzen?

