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                                    Portrait I 193Themenwechsel: Wer oder was kann einem Vision%u00e4r wie dir so richtig auf die Nerven gehen?Meine gr%u00f6%u00dften Reibungspunkte habe ich mit Menschen, die stets alles besser wissen und sich selbst niemals infrage stellen. Oftmals kollidiert dort unternehmerische Kreativit%u00e4t mit z%u00e4her B%u00fcrokratie. Meine Konzepte sind oft f%u00fcnf bis sechs Jahre in der Warteschleife, bevor sie tats%u00e4chlich greifen. Das liegt an der Natur der Sache: Echte Neuerungen provozieren zun%u00e4chst Abwehrhaltung. Man muss die Menschen gedanklich erst abholen und sie sp%u00fcren lassen, dass dieser v%u00f6llig neue Weg der richtige sein k%u00f6nnte. Wer Grenzen verschieben will, trifft unausweichlich auf jene, die sie bewachen. Ein bemerkenswerter Einblick in die Frustrationstoleranz eines Mannes, der seit Jahrzehnten erfolgreich gegen das %u201eDas haben wir immer schon so gemacht%u201c ank%u00e4mpft.Wir streifen ein Thema, %u00fcber welches ich bei meinen Recherchen gesto%u00dfen bin: Die %u00dcberdachung der Innenst%u00e4dte.Ich erinnere mich, dass es solche Gedanken vor ca. 25 Jahren mal in unserer Heimatstadt Bocholt gab. Ich fand den Gedanken damals grunds%u00e4tzlich toll %u2013 mit meinem schwach ausgepr%u00e4gten technischen Verst%u00e4ndnis. Fakt ist: Heinz bleibt bei seinem Herzensprojekt am Ball %u2026 sprich, er arbeitet an der Umsetzung. Ich habe immer noch nicht verstanden, warum das nicht in Teilbereichen unserer Fu%u00dfg%u00e4ngerzone realisiert wird %u2013 sicherlich dadurch beeinflusst, dass ich mit geschulterten Markteink%u00e4ufen und Labrador-Retrieverh%u00fcndin Paula einige Male pudelnass nach Hause gekommen bin, Du hast mittlerweile knapp 900 Mitarbeiter weltweit. Wie viele davon kennst du noch mit Vornamen?Ca. 20 Prozent werden es schon sein. Wie w%u00fcrdest du dein eigenes F%u00fchrungsverhalten beschreiben? Ich bin nicht laut %u2026 Birgit k%u00f6nnte das best%u00e4tigen. Wenn mir etwas falsch vorkommt, mache ich mir Gedanken dar%u00fcber und spreche es an. Ich f%u00fchre durch %u00dcberzeugung %u2026 ziemlich diplomatisch.Wir sprechen %u00fcber die Bedeutung der Arbeit %u2026 dar%u00fcber, dass es ihm wichtig ist, den Sinn der Arbeit ... das Warum dahinter zu verstehen %u2013 dass Arbeit f%u00fcrs %u00dcberleben notwendig ist. Das er%u00f6rtere er insbesondere mit den Auszubildenden. Mit einer gesunden Einstellung zur Arbeit k%u00f6nne man ein zufriedenes Leben f%u00fchren. Ich hatte gelesen, dass Mitarbeiter im Unternehmen Renzel auch %u00fcber das Rentenalter hinaus die M%u00f6glichkeit haben, dort zu arbeiten. Ziemlich logisch f%u00fcr unseren Gespr%u00e4chspartner, der sich in seinem gereiften Alter noch jeden Tag auf den Weg in die %u201eBrutst%u00e4tte seiner Ideen%u201c macht %u2013%u00a0wie wir beim abschlie%u00dfenden Blick auf seinen Schreibtisch %u2026 sein B%u00fcro noch feststellen werden. Wir sprechen %u00fcber den heutigen Betriebskindergarten %u2026 %u00fcber soziales Engagement %u2026 %u00fcber den unerm%u00fcdlichen Einsatz, jungen Menschen den Zugang zu Bildung zu erm%u00f6glichen %u2026 ihnen den Reiz von Lernen zu vermitteln, um auf die Zielgerade dieser kurzweiligen Interview-Session einzubiegen%u2026 Visionsentwicklung Marktmobilit%u00e4t
                                
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