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                                    Portrait I 133Stephan Overbeck schmunzelt. Er ist seit 41 Jahren im Unternehmen und seit vielen jahren in der Gesch%u00e4ftsf%u00fchrung. Er kennt die Maschinen, die Ger%u00fcche der Produktion und vor allem die Menschen, die den Laden am Laufen halten.Zeit, ein paar Fragen an ihn pers%u00f6nlich zu richten: Stephan, wenn man Euch zuh%u00f6rt, klingt das nach flachen Hierarchien. Es wirkt extrem agil, vertrauensvoll und modern. Ich wei%u00df nicht, wie sich das Bild einer %u201ekonservative Unternehmensf%u00fchrung%u201c im Zusammenhang mit IBENA zwischen meinen Ohren eingenistet hat? Stephan Overbeck: Mit diesem Denken bist du nicht alleine unterwegs %u2013 zumindest aus der Fremdsicht.De facto pflegen wir eine sehr moderne Form der Unternehmensf%u00fchrung. Bei uns gilt oft: Nicht denken, machen, einfach machen. Ich erinnere mich an einen Kollegen, der neu zu uns kam und bei einer Aufgabe fragte: %u201aStefan, was muss ich da machen?%u2018 Meine Antwort war: %u201aDu, das ist dein Job, das herauszufinden. Sonst k%u00f6nnte ich es selbst machen.%u2018 Wir lassen Mitarbeiter selbst entscheiden. Andere Meinungen, neues Denken sind willkommen. Diese Leidenschaft f%u00fcr das Textil, gepaart mit diesem Vertrauen in unsere Leute, das hat uns extrem weit gebracht. Es geht darum, Erfahrungen der Vergangenheit festzuhalten und sie mit offener Hand in die Zukunft zu bringen.Dieses Vertrauen, so wurde uns klar, ist die eigentliche W%u00e4hrung unseres zweihundertj%u00e4hrigen Bestehens. Krisen, Kriege, Strukturwandel %u2013 all das %u00fcbersteht man nicht nur mit guten Maschinen, sondern mit Menschen, die mitdenken und anpacken. Wir schlendern an einem Schaukasten vorbei. Hier wird deutlich, wie tief die Familie Beckmann mit jedem einzelnen Faden verwoben ist. Anne Beckmann gesellt sich zu uns. Sie strahlt diese unaufgeregte Herzlichkeit aus, die wir im M%u00fcnsterland so sch%u00e4tzen.Liebe Anne, wenn ein Unternehmen zwei Jahrhunderte %u00fcberdauert, wird der eigene Name unweigerlich zur Legende. Wie wurde aus der Familie Beckmann eigentlich IBENA?Das ist wirklich ein wunderbares Wortspiel. Zu Beginn hie%u00df das Unternehmen J. Beckmann. Aus dem %u201aJ%u2018 f%u00fcr Josef wurde das lateinische %u201aI%u2018. Das %u201aBe%u2018 steht logischerweise f%u00fcr Beckmann und das %u201ana%u2018 f%u00fcr Nachfolger. So simpel setzt sich IBENA zusammen. Aber es gibt noch eine zweite, humorvollere Theorie %u2013 aus der Zeit, als ich meinen Mann Ralph kennenlernte. Damals flogen einige unserer Mitarbeiter f%u00fcr das Unternehmen oft in die USA, und man erz%u00e4hlte sich mit einem Augenzwinkern, die Abk%u00fcrzung st%u00fcnde f%u00fcr: %u201aik b%u00fcn effkes no Amerika%u2018.Herrlich %u2026 solche Pr%u00f6tkes oder? Sie sind ein %u00e4hnliches St%u00fcck Bocholter Stadtgespr%u00e4ch-Geschichte wie: %u201eIch bin efkes im Werk II.%u201c F%u00fcr die Nichtwissenden: fragt gerne Camillo, den Patron dieser Herberge am Gasthausplatz, in der man extrem lecker essen kann, nach dem wahren Geschichte zur Namensgebung f%u00fcr diese Bocholter Institution. Wurzeln, Wunder & MeilensteineWir folgen dem Tross und unseren Gespr%u00e4chspartnern Anne Beckmann, Stephan Overbeck und Tim Hesseling weiter durch die G%u00e4nge der Ausstellung. Vorbei an alten B%u00fcgeleisen, wuchtigen Webst%u00fchlen und historischen Dokumenten, die stumme Zeugen einer bewegten Vergangenheit sind. Es wird schnell klar, dass zwei Jahrhunderte Firmengeschichte kein ruhiger Spaziergang auf dem Sonnendeck waren.
                                
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