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Portrait 131 I%u201eNein, woher auch?%u201c, denke ich im Stillen. Bislang hatten wir keinen echten Link zur Firma IBENA %u2013 au%u00dfer der Tatsache, dass wir es toll finden, %u00fcber die imposante Kubaai-Br%u00fccke flanieren zu k%u00f6nnen. Als Ur-Bocholter ist das eigentlich verwunderlich %u2013 und ehrlicherweise auch etwas besch%u00e4mend. Zumal mein inzwischen verstorbener Papa eine Zeit lang selbst als Weber bei Roth & Butenberg an der Moltkestra%u00dfe gearbeitet hat. Vage kann ich mich noch daran erinnern, wie ich ihm dorthin einige Male den ber%u00fchmten %u201eHenkelmann%u201c mit dem Mittagessen gebracht habe. Ich werde diese rudiment%u00e4ren Erinnerungen demn%u00e4chst mal mit meiner Mum aufzufrischen.Zeit, etwas tiefer zu denken %u2026 zu recherchieren %u2026 zu schreiben: Vor allem zwischen 1870 und dem Ersten Weltkrieg boomte die Branche: Bocholt z%u00e4hlte bis zu 80 Textilbetriebe, in denen zeitweise bis zu 10.000 Menschen arbeiteten. Quelle: https://textilwerk.lwl.org/de/geschichte/Wir lassen unsere k%u00fcnstlichen Assistentinnen einen Blick durch die Spinnereien schweifen und versuchen, dieses Zeitalter gedanklich einzuordnen. Zwischen 1870 und dem Ersten Weltkrieg war Bocholt eine Stadt im absoluten Goldgr%u00e4berrausch %u2013 nur eben mit Baumwolle statt Nuggets. Z%u00e4hlte man 1871 noch beschauliche 6.100 Einwohner, schossen die Zahlen in den folgenden Jahrzehnten f%u00f6rmlich durch die Decke: 8.500 im Jahr 1880, 13.000 im Jahr 1890 und %u00fcber 21.300 zur Jahrhundertwende, bis hin zu 26.400 Menschen im Jahr 1910. Das pulsierende Herz dieser Stadt waren die bis zu 80 Textilbetriebe, in denen in der Hochzeit 10.000 Menschen arbeiteten und das Bild Bocholts pr%u00e4gten. Angesichts dieser Dimensionen fragt man sich schmunzelnd: Wie viele Ur-Bocholter mag es eigentlich geben, die absolut keinen famili%u00e4ren Bezug zur Textilbranche haben? Wer lange genug in der Familiengeschichte forscht, stolpert wahrscheinlich immer %u00fcber einen Faden, der zu einem Webstuhl f%u00fchrt.;-)Eintauchen in die textile LeidenschaftTim, man sp%u00fcrt euren Vibe, euren Stolz %u00fcber das Jubil%u00e4um, diese Ausstellung. Es wirkt nicht aufgesetzt, sondern echt. Lass uns gemeinsam in eure Welt eintauchen %u2013 jenseits der Bettw%u00e4sche, rein in das, was IBENA wirklich ausmacht. Wir sind bereit f%u00fcr den Rundgang.Sehr gerne, kommt mit! Wir wollen an den Stellen zeigen, dass wir viel mehr sind als nur ein klassischer Traditionsbetrieb. Die Ausstellung ist keine isolierte Erfolgsstory %u2013 wir nehmen euch mit in die jeweiligen Zusammenh%u00e4nge und Hintergr%u00fcnde. Da steckt so viel Herzblut drin. Lasst uns einfach durchgehen und schauen, was wir gemeinsam entdecken. Wir schlendern los. Angef%u00fchrt vom Kuratoren-Team Martin Schmidt (Kurator des LWL-Museums) und Sophie-Marie Hoelge (Kuratorin von IBENA) %u2013 die ma%u00dfgeblich diese Geschichte hinter der Geschichte, sprich diese Ausstellung, entwickelt haben %u2026 und nun begeistert und anschaulich mit uns teilen. Die rund 300 Ibena-Mitarbeitendenverarbeiten hier in jedem Jahr unglaubliche 46 Millionen Kilometer Garn. Ein textiles Band, mit dem man unseren gesamten Planeten mal eben mehr als tausendmal stramm umwickeln k%u00f6nnte!

