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84 I PortraitSerendipity ist weit mehr als nur banales Gl%u00fcck. Es ist die Kunst, Irritationen zuzulassen und den Zufall aktiv zu umarmen, besonders in einer Zeit, in der Algorithmen unseren Alltag bis zur Unkenntlichkeit filtern und durchoptimieren. Warum wir diese Erkenntnis mit euch teilen? Weil wir uns seit geraumer Zeit darin %u00fcben, aufmerksam f%u00fcr das Gl%u00fcck im Zufall zu sein %u2013 und wir das Gef%u00fchl haben, dass das Leben eine andere, tiefere Dimension bekommt. Weniger scheint dem Zufall %u00fcberlassen. Zuf%u00e4llige Begegnungen wirken auf den zweiten Blick gar nicht mehr so zuf%u00e4llig %u2026 wobei wir beim Thema w%u00e4ren: Es begab sich am letzten Tag des Jahres 2025. Nach einer sp%u00e4tmorgendlichen Hunderunde mit Paula im Sch%u00fcttensteiner Wald, war uns nach einem herzhaften Silvesterlunch %u2013 gerne asiatisch%u00a0%u2013 da am Abend ein klassisches Raclette angesagt war. Und so zogen wir ein, in den kleinen Tempel des Genusses am Westend, wo nach Aussage unseres Tippgebers ziemlich authentisches Thai-Food dargeboten wird. Wir wurden reichlich belohnt: durch echt schmackhaftes Food und eine Begegnung, deren Bedeutung uns erst im Nachgang bewusst wurde. Beim Betreten fiel unser Blick auf den einzigen Gast und das, was auf seinem Teller thronte. Seine sympathisch vorgetragenen Insider-Kenntnisse navigierten uns durch die Speisekarte zu wirklich schmackhafter Thai-K%u00fcche. Aus den Tipps wurde ein Dialog %u2026 aus dem Dialog ein Versprechen und der Austausch von Kontaktdaten. Fazit: Chemie stimmt %u2013 wir sollten uns wiedersehen. Zu Hause angekommen, lege ich die Visitenkarte unseres EssGef%u00e4hrten auf meinen Schreibtisch. Darauf zu lesen: Karsten Becker aus Wesel. In meinen Synapsen puzzeln sich die Randnotizen aus dem letzten Interview mit Peter Koenen zusammen. Fast beil%u00e4ufig erz%u00e4hlte Peter von seinem Arzt, einem Hausarzt und Internisten aus Wesel. Ich hole meine Notizen hervor. Gewissheit macht sich breit: Wir haben den letzten Lunch des Jahres mit einem sympathischen Mann eingenommen, der Peter Koenen%u2019s Kontakt zur Malerin Nora Baumberger hergestellt hat. Eine Dame, die viele von uns vornehmlich unter ihrem K%u00fcnstlernamen Dolly Buster kennen. Naheliegend f%u00fcr mich, %u00fcber Peter eine Homestory bei Nora Baumberger anzufragen, um ihre unbekannte Seite %u2026 die %u201euntold-Story%u201c einzufangen und mit euch zu teilen. Schon irre, was passiert, wenn wir das Universum einfach mal machen lassen %u2013 denke ich. Manchmal muss man das Skript des Alltags bewusst aus der Hand legen. Wenn wir aufh%u00f6ren, krampfhaft nach dem Weg zu suchen, stolpern wir oft %u00fcber die beste Abzweigung. Es gibt genau genommen keine Zuf%u00e4lle %u2013 es gibt nur Chancen, die darauf warten, dass wir sie als solche erkennen.Akt I: Das SerendipityEarly-Dinner im AyutthayaDonnerstag | 05. Februar 2026 | 16:00 UhrWestend 29a | 46399 Bocholt | Ayutthaya Thai-FoodRestaurant Bocholt Nachdem ich sowohl Peter Koenen, als auch Karsten Becker von diesem %u201egl%u00fccklichen Zufall%u201c berichtete, stand fest, dass wir uns einmal im Ayutthaya treffen sollten, um %u00fcber Gott und Welt und Zuf%u00e4lle zu plaudern. Neben der geschw%u00e4ngerten Luft mit D%u00fcften von Sternanis, Zimt und Kokosnussmilch empfangen mich Peter und Karsten, die bereits eingetrudelt waren. Anlass und Uhrzeit sind eines Glases Riesling w%u00fcrdig %u2013 finde ich. %u00dcbrigens eine recht gute Rebsorte, um es mit scharfen Thai - Gerichten aufzunehmen, wie dem fantastischen G%u00e4ng Massaman, welches ich bestelle. SERENDIPITY = den Zufall aktiv zu umarmenPeter mit dem Ottifanten-Fl%u00fcsterer Otto

