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                                    K%u00fchlschr%u00e4nke, Steckverbindungen im Elektro- und Ladebereich. Unser Vertrieb ist sehr gut aufgestellt und wir sehen auch hier noch weiteres Potenzial. Sven:%u00a0 Unsere enorme Herausforderung besteht darin, dass es in Deutschland rund 200 Federnhersteller gibt. Etwa 100 davon sind im Verband organisiert %u2013 die kennen wir pers%u00f6nlich. Es gibt drei gro%u00dfe Player, die Milliarden umsetzen. Wir, als famili%u00e4r gef%u00fchrtes Unternehmen spielen mit aktuell ca. 40 Millionen Jahresumsatz eine smarte, aber nicht unbedeutende Rolle in dieser Branche.Und trotzdem habt ihr die gleichen Herausforderungen wie die Gro%u00dfen?Sven:%u00a0Absolut. Die meisten sind traditionell in der Automobilindustrie unterwegs und suchen jetzt neue M%u00e4rkte. Und das in einem sogenannten Eink%u00e4ufermarkt %u2013 das macht es doppelt schwer.Was genau hei%u00dft Eink%u00e4ufermarkt?Sven:%u00a0 Unsere Kunden k%u00f6nnen sich heute die Anbieter aussuchen. Es bewerben sich viele gleichzeitig um dieselben Auftr%u00e4ge. Das f%u00fchrt dazu, dass alle versuchen, den g%u00fcnstigsten Preis zu bieten. Der Eink%u00e4ufer freut sich, weil er mehrere Unternehmen gegeneinander ausspielen kann. Am Ende ist garantiert jemand so verzweifelt, dass er einen Preis anbietet,der nicht rentabel ist. Und trotzdem versucht es jeder, weil alle Unternehmen Auftr%u00e4ge brauchen. Und genau da liegt die Herausforderung: mit den Produkten, die wir hier in Deutschland herstellen, trotzdem noch Geld zu verdienen.Und wie siehst du die Zukunft der technischen Feder? Hat sie trotz Elektromobilit%u00e4t noch eine Bedeutung?Hannah:%u00a0 Absolut. Gerade Ring-Kontaktfedern spielen im Bereich E-Mobility und Ladetechnologie eine gro%u00dfe Rolle und bieten maximale Leistung auf kleinstem Raum. Getreu dem Motto %u201eLaden wie Tanken%u201c sind wir auf dem Weg in die Zukunft des DC-Schnellladens. Aber auch unsere anderen Produkte, die bereits Anwendung im Automotivbereich finden, wie im Gurtschloss, in Heckklappen usw. werden weiterhin ben%u00f6tigt. Sven: Auch in den Lenksystemen und Fahrwerken, wo wir haupts%u00e4chlich aktiv sind, spielt es keine Rolle, ob das Fahrzeug elektrisch oder mit Verbrennungsmotor f%u00e4hrt. Christian Fehler und ich liegen bei jeder Messe unter den Autos und schauen uns an, was da verbaut ist. Wenn wir dann unsere Spannringe entdecken, freuen wir uns riesig.Das ist ja ein legend%u00e4rer Running Gag bei euch, oder?Sven (lacht):%u00a0Total. Wir kommen im Anzug, legen uns unterdie Ausstellungsfahrzeuge und checken die Technik. Manche Leute ziehen uns sogar wieder raus: %u201eWas macht ihr da drunter?%u201c Aber wir wollen einfach wissen, ob unsere Produktein den Autos von morgen noch verbaut sind. Das ist unser Anspruch %u2013 und auch ein bisschen unser Stolz.Ich erinnere mich da an VW-Chef Winterkorn %u2013 der hat das auch gemacht.Sven:%u00a0Ja, den kennt man bestimmt eher als Christian Fehler und mich.Aber ich glaube, ihr habt dabei definitiv mehr Spa%u00df.Christian Fehler, der technische Gesch%u00e4ftsf%u00fchrer, w%u00e4re bei dieser Stelle vermutlich ins Detail gegangen. %u201eDas ist sein Ding, er liebt das Technische%u201c, f%u00fcgt Sven hinzu. Christian #Fehler68 I Portrait
                                
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