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menschlich. Das zweite Bild, welches Sven beim Blick %u00fcber seinen Curved-Flat-Screen genie%u00dfen darf, ist der Astbergseein Going in %u00d6sterreich. Er sagt, es sei wie das erste eine private Fotografie von ihm, die durch die beiden K%u00fcnstlerfreunde aus D%u00fcsseldorf nachgemalt worden sei. Es tue einfach gut, im Arbeitsalltag einen Blick auf einen seiner Lieblingsurlaubsorte werfen zu k%u00f6nnen.Machen wir einen Schwenk. Was aus unserer Sicht sehr erz%u00e4hlenswert ist, ist eure Leidenschaft f%u00fcr die Tr%u00f6delm%u00e4rkte. Zwischen Hallenplanung, Azubibrosch%u00fcren und Digitalstrategie gibt es bei euch auch noch eine ganz %u201everwegene%u201c andere Leidenschaft.Hannah: Wir stehen tats%u00e4chlich manchmal auf Tr%u00f6delm%u00e4rkten. Ganz klassisch mit Biertisch und Kartons voller Sachen, die wir nicht mehr brauchen. Nicht aus Not %u2013 sondern aus Freude. Ja, wirklich. %u201eViele finden das befremdlich%u201c, sagt Hannah und lacht. Diese Mischung aus Menschen, Gespr%u00e4chen, %u00dcberraschungen %u2013 wir lieben es.Sven erg%u00e4nzt: %u201eWir sind so erzogen worden %u2013 Dinge nicht einfach wegzuwerfen. Und es macht uns Freude, anderen etwas Gutes zu tun.%u201c Manchmal verschenken sie Kleidung an Familien, die sie brauchen, manchmal wird gefeilscht, manchmal entdeckt man echte Sch%u00e4tze, denn nat%u00fcrlich wird auch bei den Nachbarst%u00e4nden vorbeigeschaut und das ein oder andere Teil gekauft. Wie beispielsweise den %u201eSchnapp%u201c, die Junghans-Taschenuhr, die Sven einst f%u00fcr 5 Euro erstand %u2013 und die sich sp%u00e4ter als echtes Sammlerst%u00fcck entpuppte. Zum hinterfragten Wert bekommen wir ein L%u00e4cheln von Sven. Junghans h%u00e4tte die Uhr gerne f%u00fcrs eigene Museum gehabt. %u00dcberhaupt ist das F%u00fchrungsteam bei PIERON etwas Besonderes. Neben Sven und Christian pr%u00e4gte auch Gisela Pieron %u2013 Svens Mutter %u2013 bis 2014 die DNA des Unternehmens. Sven erz%u00e4hlt, dass sie mit 80 Jahren noch aktiv ist %u2013 wenn auch nicht mehr operativ. Und ein Wunsch steht im Raum: noch mindestens 15 Jahre %u201ePierontum%u201c%u2013 mit zwei starken F%u00fchrungspersonen, Christian Fehler und Sven Pieron, die das Unternehmen in die n%u00e4chste Generation tragen. Die Sicht von Gisela Pieron haben wir in einem gesonderten Gespr%u00e4ch auf den vorherigen Seiten platziert. Denn das Thema %u201eFrauen in F%u00fchrung%u201c, welches wir im PAN mit einer Serie begonnen haben, ist hier historisch bedeutsam. Zur%u00fcck ins Jetzt und in das B%u00fcro von Sven Pieron. An der Wand h%u00e4ngt ein Gem%u00e4lde, das sofort ins Auge f%u00e4llt. Zwei Bergsteiger auf schroffem Grat, die Silhouetten rau und eindrucksvoll gezeichnet. Ein weiter Himmel, klare Linien, kr%u00e4ftige Farben.%u201eDas sind Christian und ich%u201c, sagt Sven Pieron und l%u00e4chelt.%u00a0%u201eWir beide gehen voraus %u2013 damit das Team hinter uns sicheren Tritt hat. Es zeigt uns, wie wir vorneweg gehen, den Pfad bereiten %u2013 und das Team folgt, wir f%u00fchren die Belegschaft gemeinsamnach oben. Gemeinsam auf dem Weg zum Gipfel. Nicht vorne stehen, sondern vorangehen. Das Bild haben Freunde von uns gemalt, Xin Zhou und Yunong Wang %u2013 zwei K%u00fcnstler, die in D%u00fcsseldorf leben. Josef Middelkamp (von Rahmen Middelkamp) sagte einmal zu mir: %u201eDie Bilder in deinem B%u00fcro m%u00fcssen dir guttun. Du musst dich wohlf%u00fchlen.%u201c Es ist ein kraftvolles Bild %u2013 emotional, symbolisch, nahbar. Und es erz%u00e4hlt viel %u00fcber den F%u00fchrungsstil im Unternehmen PIERON. Gemeinsam, aber mit Richtung. Verantwortlich, aber Portrait I 69

