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                                    Coverstory I 25Du stehst mittlerweile nicht mehr selbst auf dem Ger%u00fcst. Eure Doppelspitze funktioniert so gut, weil ihr euch komplement%u00e4r erg%u00e4nzt. Andr%u00e9 ist der Fels in der Brandung, was das Management und die Prozesse auf den Baustellen angeht, und du bist der kreative, kaufm%u00e4nnische Kopf, richtig?Florian Schillings: Absolut. Andr%u00e9 %u00fcbernimmt die technische Gesch%u00e4ftsf%u00fchrung, er steuert und plant die Abwicklung vor Ort. Ich k%u00fcmmere mich um die Finanzierung, die Wirtschaftlichkeitsberechnungen und die Projektentwicklung. Daf%u00fcr ziehe ich mich meistens nachmittags ab halb f%u00fcnf zur%u00fcck, wenn das Tagesgesch%u00e4ft durch ist und kein Telefon mehr klingelt. Da beginnt meine kreative Phase. Ich habeimmer einen Block und einen Stift bei mir %u2013 ich bin da noch richtig oldschool. Wenn eine Idee kommt, muss sie schnell aufs Papier.Und genau auf einem solchen Blatt Papier, nach halb f%u00fcnf in der Stille des B%u00fcros, nahm auch die unerwartete Neuausrichtung von ATEA ihren Anfang.Lass uns den Bogen zu ATEA spannen. Urspr%u00fcnglich hattet ihr einen fertigen Entwurf auf dem Tisch%u00a0 %u2013%u00a0ATEA%u00a0 1.0. Ein international renommiertes Architekturb%u00fcro aus Rotterdam war im Boot. Warum habt ihr auf die Bremse getreten?Florian Schillings: Weil auf einmal die Zinsen durch die Decke gingen und die KfW-Mittel wegfielen. Das sorgte f%u00fcr eine m%u00e4chtige Konfusion in unseren Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Ich habe damals gesagt: Ein Schnellschuss bringt uns jetzt %u00fcberhaupt nichts. Wenn wir uns bei einem 50-Millionen-Projekt verrechnen, wird es das gewesen sein.Da n%u00fctzt es dir auch nichts, wenn du zwar das politische Ziel der Nachverdichtung erreichst %u2013, aber wirtschaftlich v%u00f6llig gegen die Wand f%u00e4hrst. Also haben wir die Schublade mit den Pl%u00e4nen erst einmal wieder zugeschoben. Ein harter, aber mutiger Schritt. Anstatt sich in faulen Kompromissen zu verrennen, zog er lieber den Stecker. Doch Macher wie er wissen: Leuchtt%u00fcrme sind nicht daf%u00fcr gemacht, in dunklen Schubladen zu verstauben.Das Projekt hat dich offensichtlich nicht losgelassen. Wann war der Punkt erreicht, an dem du die Schublade wieder aufgezogen und beschlossen hast, das Projekt noch einmal neu anzupacken?Florian Schillings: Irgendwann holst du so ein Projekt wieder raus und denkst dir: Das kann es ja nicht gewesen sein. Nur bunte Bilder in der Mappe, das reicht einfach nicht. Mir war klar: Komm, wir werfen einmal alles in die Tonne und denken das komplett neu. Wir mussten wirklich bei Null anfangen und %u2013 das war der entscheidende Punkt %u2013 den alten, 25 Meter hohen Bestand zwingend in den Neubau einbeziehen. Aus reiner Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ging es gar nicht mehr anders. Mir wurde auch bewusst, dass ich das nicht mehr mit dem niederl%u00e4ndischen B%u00fcro machen will. Ich wollte etwas Einfaches, Innovatives, Professionelles %u2013 mit deutlich mehr N%u00e4he.N%u00e4he. Ein Schl%u00fcsselwort in dieser Geschichte. Warum in die Ferne zu distanzierten Star-Architekten nach Rotterdam schweifen, wenn die geballte Leidenschaft f%u00fcr vision%u00e4re Architektur direkt vor der eigenen Haust%u00fcr in Bocholt sitzt? Der Moment, in dem STUDIO S Architekten und Isil Schaeffler das Spielfeld betreten, markiert die Geburtsstunde von ATEA 2.0
                                
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