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184 I PortraitWarm-up mit dem T%u00fcftler Mittwoch, 11. M%u00e4rz 2026, 14:56 Uhr Isselburg | Im Geer 15 | Hauptquartier der VKF Renzel GmbH Wir befahren das weitl%u00e4ufige Gel%u00e4nde eines Unternehmens, das aus kleinsten Anf%u00e4ngen gewachsen ist. Birgit Nagel, die gute Seele und langj%u00e4hrige Assistentin des CEOs, nimmt uns mit einem herzlichen L%u00e4cheln in Empfang. Auf dem Weg durch die Flure werfen wir einen ersten Blick in die Welt der Verkaufsf%u00f6rderung, bevor wir den eigentlichen Kern des Unternehmens erreichen: das B%u00fcro des Gr%u00fcnders. Der erste Eindruck: alles andere als eine aufger%u00e4umte, sterile Chefetage mit aufger%u00e4umten Schreibtischen und abstrakter Kunst. Eher das nat%u00fcrliche Habitat eines T%u00fcftlers. Eine echte %u201eRumpelkammer%u201c der Kreativit%u00e4t, wie er sie sp%u00e4ter selbst liebevoll nennen wird. F%u00fcr mich %u2026 dessen Schreibtisch auch alles andere als clean ist%u2026 erinnert das Setting vielmehr an eine Art Versuchswerkstatt. %u00dcberall liegen Skizzen, Prototypen f%u00fcr Bonbont%u00fcten-Verschl%u00fcsse in Frosch- und Katzenform, Produktmuster und %u2013 als absolut skurriler Kontrast %u2013 ein SamuraiSchwert auf dem Tisch. Man sp%u00fcrt sofort: Hier wird nicht nur verwaltet, hier wird gehandelt.Heinz Renzel, Jahrgang 1942, betritt den Raum. Birgit Nagel versorgt uns mit Kaffee und Klargetr%u00e4nken.Als wir uns beim letzten Mal zuf%u00e4llig getroffen haben, waren wir beim vertrauten %u201eDu%u201c gelandet %u2026%u2026 das ist v%u00f6llig in Ordnung, lass uns gerne dabei bleiben. Wie schaut%u2019s denn bei dir, lieber Heinz? Wie ist deine Tagesform?Ich habe mich auf der EuroShop auf die Nase gelegt und hab 'ne Rippenquetschung. Sie klingt gerade aus.Zur Einordnung: Die EuroShop ist die weltweit f%u00fchrende Fachmesse f%u00fcr den Handel. Sie richtet sich an H%u00e4ndler, Architekten und Dienstleister und deckt Themen wie Ladenbau, Retail-Technologie und Gastronomie ab. Sie wird alle 3 Jahre veranstaltet und findet in D%u00fcsseldorf statt. Autsch. Quetschen ist ja oft schlimmer als Brechen.Aua, ja. Ich schlafe im Moment im Sessel und sitze auf der Bettkante. Aber es wird besser.Kirsten l%u00e4uft sich gerade schon mal mit der Kamera warm. Wir haben 100 Fragen vorbereitet. Da sind unkomplizierte dabei, quasi als Eisbrecher, und welche mit etwas mehr Tiefe. Wenn du schnell im Antworten bist, sind wir z%u00fcgig durch. Bereit f%u00fcr ein kurzes Stakkato?Legen wir los.Wein oder Bier?Ich bin eigentlich ein %u201ePanscher%u201c %u2013 so ein Mischgetr%u00e4nketrinker, wenn ihr wisst, was ich meine?Ich habe eine Vorstellung%u2026 aber werde gerne konkreter. Ein Panscher, ja. Bier mag ich nicht. Gerne mal einen Whisky mit Cola, oder Jim Beam mit Apfelgeschmack. Auch Apfelsaft mit Wein oder Cola mit Wein. Ich mixe alles.Meer oder Berge?Berge.Bist du eher ein fr%u00fcher Vogel oder eine Nachteule?Fr%u00fcher Vogel, deswegen gehe ich meistens zeitig ins Bett %u2026 so gegen 23:00 Uhr.Ich sehe da hinten auf dem Schreibtisch dein Arbeitsger%u00e4t. Mac oder PC?PC. Barfu%u00df oder Lackschuh?Barfu%u00df.In der Kommunikation: H%u00f6rst du lieber zu oder sendest du lieber?Senden.Liest du noch ein gedrucktes Buch oder h%u00f6rst du eher H%u00f6rb%u00fccher?Momentan lese ich mich intensiv in das Thema 'Schule Weitblick' ein %u2026 in allen m%u00f6glichen Medien und Kan%u00e4len. Da geht es darum, wie Sch%u00fcler selbst lernen. Wie sie nicht mehr nur klassisch doziert, sondern gecoacht und in ihrem Lernstreben begleitet werden.Exkurs: Dieser Ansatz des selbstbestimmten, von echter Neugier getriebenen Lernens resoniert stark. Er erinnert mich an einen au%u00dfergew%u00f6hnlichen Onlinekurs, den ich parallel zu dieser Niederschrift gebucht habe: Albert Einstein h%u00f6chstpers%u00f6nlich fungiert dort als virtueller Lehrer. Mit jener feinen Selbstironie, f%u00fcr die er bekannt war, erkl%u00e4rt das Genie dort nicht nur seine Relativit%u00e4tstheorie und die Formel E = mc%u00b2, sondern zeigt Schritt f%u00fcr Schritt, wie aus scheinbar einfachen Fragen radikale, bahnbrechende Ideen entstehen. Es ist weniger eine klassische Vorlesung als vielmehr die Einladung, die Welt mit v%u00f6llig neuen Augen zu betrachten. Exakt dieses Coachen der Neugierde ist es, das Heinz Renzel f%u00fcr die Bildung der Zukunft einfordert.Die Relativit%u00e4tstheorie einfach erkl%u00e4rtmit Albert Einstein

