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Ich sehe, wie die Stadt sich langsam ver%u00e4ndert %u2013 wie sich Fenster spiegeln in orange-goldenem Licht, wie sich Terrassen, Balkone und kleine Stadtg%u00e4rten wandeln. Sie werden ausgestattet mit neuer herbstlicher Deko und stimmungsvollen Windlichtern... Wenn ich beispielsweise am Nachmittag durch die Innenstadt von Bocholt gehe, sehe ich, wie die L%u00e4den sich wandeln. Strick, Kerzen, Gew%u00fcrze, Decken... Die Farben werden dunkler und w%u00e4rmer. Ein bisschen mehr Zeit f%u00fcr alles %u2013 und vor allem, mehr Sinn f%u00fcrs Wesentliche. Der Indian Summer lebt in der Stadt f%u00fcr mich von diesen kleinen Momenten. Vom warmen Licht, das am sp%u00e4ten Nachmittag auf die Hausw%u00e4nde f%u00e4llt. Vom Rascheln unter den Schuhen. Vom Ger%u00e4usch eines Fahrrads auf feuchtem Kopfsteinpflaster. Von Gespr%u00e4chen, die l%u00e4nger dauern, weil man wider stehen bleibt. Weil man sich wieder mehr Zeit nimmt. Ich finde immer, dass mit dem Einzug des Sp%u00e4tsommers die Entschleunigung etwas mehr einsetzt. Und wenn ich abends, nach einem langen Tag im Verlag, mit Paula noch einmal %u00fcber den Hof gehe, dann h%u00f6re ich nur das Knirschen ihren Pfoten und das leise Rauschen der Bl%u00e4tter. Die Stadt schl%u00e4ft leise ein. Und ich denke: Indian Summer in Bocholt? Nat%u00fcrlich nicht wie in Kanada. Aber auch echt sch%u00f6n! %u201eDer Indian Summer lebt von den leisen Momenten %u2013 vom goldenen Licht, das %u00fcber die Felder zieht, vom Rascheln der Bl%u00e4tter undvon Gespr%u00e4chen,die pl%u00f6tzlich l%u00e4nger dauern.%u201c #Fellnase Paula 48 I Lifestyle

