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Was hier entsteht, ist kein Trend. Es ist ein Gegenpol. Zum Tempo. Zum Digitalen. Zum Dauer-Performen. Diese jungen Stimmen zeigen mir: Tagebuch schreiben ist kein R%u00fcckschritt. Es ist Selbstf%u00fcrsorge. Polaroids sind keine Retro-Spielerei. Sie sind Momentaufnahmen ohne Wiederholung. Und ein Notizbuch fragt nicht nach Followern und WLAN %u2013 es fragt: %u201eWas denkst du wirklich?%u201cIch bin beeindruckt, wie selbstverst%u00e4ndlich diese Generationihren ganz eigenen Weg findet, mit dem %u00dcberfluss umzugehen. Sie schreiben wieder. Sie zeichnen. Sie pressen Blumen zwischen Buchseiten. Sie falten Briefpapier und schreiben sich selbst Nachrichten auf Zettel und Papier in ihre die Zukunft%u2026 Nicht alles muss geteilt werden. Nicht alles muss perfekt sein. Manches darf einfach sein.Diese Haltung ist leise, aber klar. Sie sagt: #Vielleicht wird dieser Sommer f%u00fcr viele kein %u201elauter%u201c. Kein durchgestylter. Vielleicht ist er ein bisschen %u201eunfotogen%u201c oder auch %u201everwackelt%u201c. Aber daf%u00fcr %u2013 und das glaube ich ganz fest %u2013 wird er f%u00fcr diese, die das f%u00fcr sich entdeckt haben, echt.Und wenn der September kommt, werden sie nicht zur%u00fcckscrollen. Sie werden bl%u00e4ttern. In Seiten, die nach Sonne %u201eriechen%u201c. In Bildern, die nicht gefiltert sind. In Worten, die sie nur f%u00fcr sich geschrieben haben. Und sie werden sp%u00fcren, was wir alle manchmal vergessen: Wir leben tats%u00e4chlich nicht nur f%u00fcr den digitalen Content. Wir leben f%u00fcr echte Erinnerungen.Ich mache das nicht f%u00fcr Likes. Ich mache das, damit etwas bleibt.52 I Living & Lifestyle

