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                                    204 I PortraitUnd genau deshalb passt dieses fiktive Gespr%u00e4ch so gut zu dem, was ich als Fotografin tue. Wenn ihr also m%u00f6gt, dann geht%u00b4s jetzt los:Peter Lindbergh:%u00a0 Kirsten, bevor wir %u00fcber Fotografie und Bilder sprechen, sag mir, warum fotografierst du am liebsten Menschen? Warum nicht Dinge, Architektur, Natur und Produkte?Kirsten Bu%u00df:%u00a0 Weil ich irgendwann gemerkt habe, dass mich an allem, was ich fotografiert habe, am Ende immer das Menschliche interessiert hat. Fr%u00fcher waren es Details, Materialien, Mode. Ich hatte ein Auge daf%u00fcr. Aber als ich an einem Set erlebt habe, wie ein Fotograf mit Menschen arbeitet, wie er Sicherheit gibt, wie sich jemand vor der Kamera verwandeln darf, ohne sich zu verstellen %u2026 da hat es bei mir klick gemacht. Gegenst%u00e4nde widersprechen nicht, Menschen schon und genau das ist spannend. Da entstehtetwas Echtes zwischen zwei Personen.Peter Lindbergh:%u00a0%u201eEcht%u201c ist ein gro%u00dfes Wort. Viele benutzen es, um etwas zu verkaufen.Kirsten Bu%u00df:%u00a0 Stimmt. Und deshalb meine ich damit nicht %u201eungeschminkt%u201c als Look, sondern %u201eungesch%u00fctzt%u201c im Moment ohne dass es unangenehm wird. Ich arbeite am liebsten 1:1, weil ich da wirklich in Kontakt komme. Gro%u00dfe Gruppen sind nicht mein Ding. In der 1:1-Situation kann ich zuh%u00f6ren,beobachten, f%u00fchren ... Und ich kann den Menschen so begleiten, dass er die Kamera irgendwann fast vergisst.%u201eEs gibt Menschen, deren Aura mich kurzinnehalten l%u00e4sst.In diesen Momenten entsteht bei mir eine Freude. Diese Ausstrahlung mit derKamera einfangen zu d%u00fcrfen.%u201c
                                
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