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                                    217Dr. Simone M%u00f6llenbeckFachtier%u00e4rztin f%u00fcr HeimtiereZusatzbezeichnung Zahnheilkunde beim KleintierHovesath 7 %u00b7 46414 Rhede T. 02872 - 80 33 44 I M. 0151 - 569 643 64www.rhede-tierarzt.de @tierarzt_moellenbeck_rhede @Tierarzt Dr. M%u00f6llenbeckDie winzig kleinen Toxoplasmen geh%u00f6ren zu den Sporentierchen und sind zoonotische Erreger. Eine Zoonose ist eine Infektion, die von Tier zu Mensch und umgekehrt %u00fcbertragen werden kann. Toxoplasma gondii kann sich nur im Darm von Katzen, die als Endwirt fungieren, vermehren. Aus diesem Grund werden die f%u00fcr andere Lebewesen infekti%u00f6sen Oozysten (Dauerstadien) nurvon infizierten Katzen mit dem Kot ausgeschieden. Der Erreger bleibt dann insbesondere in feuchter Erde monatelang infekti%u00f6s. Werden diese Oozysten von anderen S%u00e4ugetieren, V%u00f6geln oder auch dem Menschen aufgenommen, verl%u00e4uft deren Infektion im besten Fall symptomlos oder nur mit leichten grippe%u00e4hnlichen Symptomen. Allerdings bilden sich w%u00e4hrend dieser Infektionsphase Muskelzysten. Frisst eine Katze beispielsweise eine mit Muskelzysten infizierte Maus, k%u00f6nnen die Toxoplasmen sich wieder in der Katze vermehren. So schlie%u00dft sich der Infektionskreislauf. Auch der Mensch kann sich auf zwei Wegen mit Toxoplasmose anstecken: Die Aufnahme der Oozysten aus dem Katzenkot ist die eine M%u00f6glichkeit und der Verzehr von mit Muskelzysten belasteten rohem Fleisch zum Beispiel von Schwein, Schaf oder Ziege ist die alternative Infektionsquelle. Der Krankheitsverlauf einer Toxoplasmose ist abh%u00e4ngig von der individuellen Leistung des Immunsystems. Immungesunde Menschen beschreiben nach einer Inkubationszeit von einigen Wochen Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und Fieber. Problematisch ist die Erstinfektion von immunschwachen Menschen oder Schwangeren, die bisher keine Toxoplasmoseinfektion durchlitten haben, da Toxoplasmen bei diesen Personenkreisen zu schweren Erkrankungen der Augen und des Gehirns sowie zu Missbildungen beim ungeborenem Kind f%u00fchren k%u00f6nnen. Ob Sie zu den etwa 70 % aller Personen z%u00e4hlen, die schon durch einen fr%u00fcheren Kontakt eine Immunit%u00e4t aufgebaut haben, erfahren Sie durch eine Titerbestimmung bei Ihrem Arzt. Antik%u00f6rper im Blut sch%u00fctzen vor einer weiteren Infektion mit Toxoplasmen, so dass auch w%u00e4hrend einer Schwangerschaft eine Ansteckung ausgeschlossen ist. Kompliziert wird es aber bei Katzenbesitzerinnen, die eben keinen Antik%u00f6rpertiter aufweisen. Hier %u00fcberwiegt die Angst, sich durch die Katze mit Toxoplasmose zu infizieren, da keine Immunit%u00e4t besteht und vor allem das ungeborene Kind schwere Sch%u00e4den durch eine Erkrankung davontragen kann. Zwar sind Katzen die einzigen Ausscheider der gef%u00fcrchteten Oozysten, aber das Ansteckungsrisiko geht nicht nur von der h%u00e4uslichen Katzentoilette aus. Da die Erreger jahrelang lebensf%u00e4hig sind und sich im feuchten Erdreich tummeln, kann Gartenarbeit, das Essen von ungewaschenem Obst und Gem%u00fcse, welches kontaminiert sein kann, genauso zu einer Infektion f%u00fchren wie der Verzehr von mit Muskelzysten belastetem Fleisch in rohem oder halbgegartem Zustand. Werden verschiedene Vorsichtsma%u00dfnahmen beachtet, steht auch der Familiengr%u00fcndung mit Katze selten etwas im Wege. Hierzu sollten gerade Personen ohne bestehenden Antik%u00f6rperschutz folgende Hygienevorschriften beachten: Da die Oozysten erst nach 2-5 Tagen infekti%u00f6s werden, ist eine t%u00e4gliche Reinigung der Katzentoilette zu empfehlen. Um auch die letzten Unsicherheiten auszuschlie%u00dfen, sollten die Schwangeren selbst dies nicht oder nur mit Schutzhandschuhen tun. Nach der Reinigung der Toilette ist das Aussp%u00fclen der Wanne mit hei%u00dfem Wasser sinnvoll. Hierbei sterben die Oozysten ab. Ansonsten sollten schwangere Personen Gartenarbeit ohne Schutzhandschuhe unterlassen, da sich die Dauerstadien im Erdboden tummeln. Last but not least denken Sie bitte daran, auf den Verzehr von ungewaschenem Obst, Gem%u00fcse und rohem Fleisch zu verzichten. Um bei der eigenen Samtpfote auch die letzten Zweifel einer m%u00f6glichen Infektionsquelle auszuschlie%u00dfen ist eine wiederholte Kotuntersuchung auf Parasiten sowie die Entnahme einer Blutprobe sinnvoll. Negativ getestete Tiere sind demnach keine Oozystenausscheider und wenn ihnen kein Freigang gew%u00e4hrt wird und sie auch nicht mit rohem Fleisch gef%u00fcttert werden, dann k%u00f6nnen sie sich auch in Zukunft nicht mit Toxoplasmen infizieren. Zu diesem Thema ber%u00e4t Sie Ihre Tierarztpraxis gerne. Ihnen w%u00fcnsche ich sch%u00f6ne Stunden an den jetzt wieder l%u00e4nger werdenden Tagen im Januar. Im Februar werde ich Sie mit dem Thema %u201eKarneval der Tiere %u2013 Sinn und Unsinn der Tierbekleidung%u201c %u00fcberraschen. Ihre DR. SIMONE M%u00d6LLENBECK 
                                
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