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Sonntag, 08. Dezember 2019
Erste Symptome von Erkrankungen in Wuhan/China werden bekannt.
Mehrere der Erkrankten arbeiteten auf einem Großmarkt für Fische und Meeres- früchte, auf dem aber auch andere Tiere wie etwa Ratten, Krokodile, Schlangen und vor allem auch Larvenroller angebo- ten wurden. Diese Schleichkatzen sind in China eine Delikatesse, von der vermut- lich der Erreger der gefährlichen Lungen- krankheit Sars stammt.
Dienstag, 31. Dezember 2019
Offizielle Meldung Chinas an die WHO.
Dienstag, 07. Januar 2020
Die Weltgesundheitsorganisation erkennt die Bezeichnung „SARS-CoV-2“ für das neuartige Coronavirus offiziell an, und die Krankheit wird „COVID-19“ benannt.
Montag 13. Januar 2020
Erster Fall außerhalb Chinas.
Montag, 20. Januar 2020
Bestätigung der Übertragung von Mensch zu Mensch.
Montag, 27. Januar 2020
Bestätigung des ersten Falls in Deutsch- land.
Donnerstag, 30. Januar 2020
Die WHO deklariert eine gesundheitliche Notlage von internationaler Reichweite.
Anfang Februar 2020
Wir nehmen zum ersten Mal persönlich wahr, wie weitreichend die Konsequen- zen sein können.
Aufgrund der Corona-Informationen über die Medien sagen wir die geplante Teil- nahme an einer Konferenz in Namibia ab und verschieben unsere anschließende Südafrika-Reise in den November. Wir sind grundsätzlich nicht leicht zu er- schüttern – aber man muss die Gefahr ja nicht zwingend suchen.
Dienstag, 11. Februar 2020
Die zuvor genannte Konferenz wird zehn Tage vor dem geplanten Veranstaltungs- beginn abgesagt.
Donnerstag, 20. Februar 2020
Wir feiern leise einen „merk-würdigen“ Geburtstag und stoßen am 20-02-2020,
um 20:20 Uhr in trauter Dreisamkeit auf uns, das Leben und die Menschen an, die unser Leben ausmachen.
Das war eine bewusste Entscheidung,
um dieses besondere Momentum ganz intensiv und bedächtig zu erleben. Nicht wissend, dass wir alle (Stand heute) unsere Geburtstage auf unbestimmte Zeit ähnlich feiern werden und sollten.
Freitag, 21 Februar 2020
In Norditalien wird ein erheblicher An- stieg von COVID-19-Fällen verzeichnet. Gleichzeitig melden viele andere EU-Mit- gliedstaaten Fälle von infizierten Perso- nen.
Donnerstag, 05. März 2020, 07:30
und 19:00 Uhr
Wir besuchen zwei Veranstaltungen in Bocholt. Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht wissen konnten, dass es für viele und für uns die vorerst letzten Veranstal- tungen sein werden.
Die Menschen, die wir dort treffen, sind größtenteils irritiert und verunsichert. Es werden nur noch vereinzelt Hände ge- schüttelt. Die Stimmung ist eine Melange von „wird schon nicht so schlimm wer- den“ bis „das wird uns schwer treffen“.
Mittwoch, 11. März 2020
Die WHO erklärt den Ausbruch zur Pan- demie.
Freitag, der 13. März 2020, 08:30 Uhr
Unsere „normale“ Redaktionssitzung des PAN erklären wir zur Task-Force. Tenor: „Die Einschläge kommen näher – wie gehen wir mit der neuen Lage um?“
Es steht zu erwarten, dass die Men- schen sich angesichts der Anste- ckungsgefahren im öffentlichen Raum mehr auf ihr Zuhause, ihr Nest be- sinnen werden. Des Weiteren nehmen wir an, dass die Leserinnen und Leser des PAN, einen Teil der von außen veranlassten Quality-Time mit Gedan- ken rund um die Verschönerung ihres Nestes verbringen könnten. Ergebnis: Aussendung der Kampagne „Homing & Cokooning“ an unsere Kunden und Werbepartner.
Parallel dazu ziehen wir in Erwägung, den PAN möglicherweise erstmals aus- schließlich digital zur Verfügung zu stellen. Dieser Gedanke fühlt sich für je- den von uns „Print-Fetischisten“ (noch) fremd an.
Radikal / Digital
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